Der ELAM ERP Connector ist eine REST-Schnittstelle, über die Ihr ERP-System Aufträge, Varianten und Bauteile in ELAM anlegt und den Stand von Aufträgen und Produkten abfragt.

Die Schnittstelle arbeitet nach dem Abfrage-Prinzip: Ihr ERP-System (oder Ihre Middleware) ruft ELAM auf. ELAM sendet von sich aus keine Nachrichten an Ihr ERP-System – den aktuellen Stand fragen Sie ab.
Es gibt drei Wege, Aufträge nach ELAM zu bringen:




Wichtig: Das Token ist 30 Tage gültig und verlängert sich nicht automatisch. Danach antwortet der ERP Connector mit 401 und die Schnittstelle steht still, bis ein neues Token hinterlegt ist. Merken Sie sich das Datum „Gültig bis“ vor und erzeugen Sie rechtzeitig ein neues Token. Das Token gehört dem Benutzer, der es erzeugt hat, und hat dessen Rechte.
In ELAM wird jedes Produkt einzeln bearbeitet und zurückverfolgt (Losgröße 1). Fertigungsaufträge aus dem ERP-System mit einer Losgröße größer 1 werden beim Import in einzelne Produkte aufgeteilt.
Ein Aufruf von POST /{tenantId}/orders/import legt einen Fertigungsauftrag an. Beispiel:
{ "productionOrderNumber": "4711", "variantNumber": "V-100", "quantity": 3 }
Schicken Sie keine Seriennummern mit, erzeugt ELAM sie nach dem festen Schema Auftragsnummer-laufende Nummer (5-stellig). Für den Auftrag 4711 mit Losgröße 3:
Erlaubte Zeichen: Auftrags- und Seriennummern dürfen Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen und - . / : # _ \ enthalten. Varianten- und Bauteilnummern dürfen Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen und - . / enthalten.
Hinweis: Ein erneuter Import mit derselben Auftragsnummer wird abgelehnt (Fehler ProductionOrderIdAlreadyUsed). Ein Import überschreibt nie einen bestehenden Auftrag. Erhält Ihr System diesen Fehler bei einer Wiederholung, wurde der Auftrag bereits angelegt.
Zu jedem Auftrag können Sie eine oder mehrere Stücklisten mitgeben, die ein BOM-Picking-Schritt im Flowchart über ihren Namen lädt (siehe BOM Picking):
Hinweis: Die Bauteile müssen in ELAM bereits angelegt sein – importieren Sie sie vorher (siehe unten), sonst wird der Auftrag mit dem Fehler ComponentsNotFound abgelehnt. Stücklisten gibt es über den ERP Connector nur am Auftrag, nicht als Stammdaten einer Variante.
Varianten (POST /{tenantId}/variants/import) und Bauteile (POST /{tenantId}/components/import) importieren Sie als Liste. Für beide gilt:
Importierte Varianten müssen Sie in der Verwaltung noch Stationen und einem Flowchart zuweisen.
Mit PUT /{tenantId}/orders/{orderId} fügen Sie einem bestehenden Auftrag weitere Produkte hinzu. Sie übergeben die Anzahl der zusätzlichen Produkte (quantity) und optional deren Seriennummern. Ohne Seriennummern wird die laufende Nummer fortgesetzt: Hatte der Auftrag 4711 drei Produkte, entstehen 4711-00004 usw.
Nicht möglich: die Variante, die Auftragsnummer oder die Stücklisten eines Auftrags ändern oder die Losgröße verringern. Löschen Sie dafür den Auftrag, solange er noch nicht gestartet ist, und importieren Sie ihn neu.
Mit PUT /{tenantId}/variants/{variantId} bzw. PUT /{tenantId}/components/{componentId} ändern Sie Nummer, Name, Kommentar und Scancode einer Variante bzw. eines Bauteils.
Die Suchen nach Aufträgen, Produkten, Varianten und Bauteilen unterstützen die Parameter top, skip, count, filter, search und orderBy (ohne $-Zeichen), z. B. ?filter=number eq '4711'. Die Antwort enthält die Treffer (value) und ihre Gesamtzahl (odataCount).
GET /{tenantId}/orders liefert je Auftrag:
Die Produkte eines Auftrags (mit ELAM-ID, Seriennummer, Zustand und Sperre) liefert GET /{tenantId}/orders/{orderId}/products. Eine Gut-/Schlecht-Menge und einen Endzeitpunkt je Auftrag liefert der ERP Connector nicht; diese Werte leiten Sie aus den Produkten ab.
GET /{tenantId}/products sucht Produkte, GET /{tenantId}/products/{productId} liefert die Details eines Produkts:
Produktfortschritt: Mit dem Flowchart-Schritt „Produktfortschritt“ markieren Sie Punkte im Ablauf. Sobald ein Produkt den Schritt durchläuft, erscheint dessen Fortschritts-ID in den Produktdetails. ELAM meldet den Fortschritt nicht von sich aus an Ihr ERP-System – fragen Sie die Produktdetails ab. Den Schritttyp schalten Sie auf der Seite ERP Connector mit dem Schalter Produktfortschritt frei.
Mit PUT /{tenantId}/products/lock bzw. /unlock sperren oder entsperren Sie Produkte (Liste von Produkt-IDs). Ein gesperrtes Produkt kann an der Station nicht gestartet werden; ist es gerade in Arbeit, wird der Ablauf an der Station abgebrochen. Gespeichert werden Zeitpunkt und Benutzer der Sperre.
Lehnt der ERP Connector eine Anfrage ab, enthält die Antwort ein Feld key, das den Grund nennt. Werten Sie den key aus, nicht nur den HTTP-Status – beim Import und beim Aktualisieren kommen fachliche Fehler einheitlich mit Status 409.
Die Variante ist keiner Station oder keinem Flowchart zugewiesen – meist, weil sie beim Import neu angelegt wurde. Öffnen Sie in der Verwaltung die Variante und weisen Sie Stationen und ein Flowchart zu.
Das Token ist nach 30 Tagen abgelaufen. Erzeugen Sie ein neues Token und hinterlegen Sie es.
Nein. Der ERP Connector legt Daten an, ändert sie nur auf ausdrückliche Anfrage und überschreibt beim Import nichts. Änderungen, die Sie in ELAM an Varianten oder Aufträgen vornehmen, bleiben bestehen, bis Ihr ERP-System sie über PUT ändert.
Nein, nicht von sich aus. Ihr ERP-System fragt Aufträge und Produkte ab, z. B. in einem festen Intervall.
Für Freischaltung und Fehler der Schnittstelle Ihren ELAM-Ansprechpartner bzw. den ELAM Support. Geben Sie dabei Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, HTTP-Status und die vollständige Antwort mit. Für Ihr ERP-System und Ihre Middleware Ihre eigene IT bzw. Ihren Integrationspartner.